Abschlussprüfung in Polen – die häufigsten Themen bei der Jahresabschlussprüfung
11 Februar 2026
11 Februar 2026

Eine Abschlussprüfung in Polen (d. h. die Prüfung von Jahresabschlüssen) verfolgt ein übergeordnetes Ziel: das Vertrauen der Nutzer in den Jahresabschluss zu erhöhen, indem der gesetzliche Abschlussprüfer (Wirtschaftsprüfer) ein Prüfungsurteil auf Basis hinreichender Sicherheit abgibt – nicht auf Basis absoluter Gewissheit. In der Praxis deckt eine Prüfung des Jahresabschlusses häufig fehlende Angaben (Anhangangaben), Klassifizierungsfehler oder Bewertungsfragen auf, die vor Erteilung des Prüfungsurteils korrigiert werden müssen.
Aus Sicht des Managements entstehen Prüfungsfeststellungen selten durch einen einzelnen Buchungsfehler. Häufiger sind sie das Ergebnis einer Kombination aus: minderwertigen Ausgangsdaten, unklaren oder uneinheitlich angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen, eingeschränktem Informationsfluss zwischen Abteilungen sowie einem zu späten Start des Jahresabschlussprozesses (Year-End Close).
In diesem Artikel erläutern wir die häufigsten Themen, die bei einer Abschlussprüfung in Polen identifiziert werden, und zeigen, wie Sie sich vorbereiten können – damit Sie Prüfungsrisiken reduzieren, Zeitpläne verkürzen und kurzfristigen Stress auf beiden Seiten vermeiden.
Der Prüfungsumfang hängt von der Größe und dem Profil des Unternehmens sowie vom angewendeten Rechnungslegungsrahmen ab (z. B. polnische Rechnungslegung nach dem polnischen Rechnungslegungsgesetz vs. Internationale Rechnungslegungsstandards). In der Praxis konzentrieren sich Prüfer auf Bereiche mit dem höchsten Risiko wesentlicher falscher Darstellungen – insbesondere auf:
Die häufigsten Engpässe entstehen dort, wo die Buchhaltung auf Daten außerhalb der Finanzfunktion angewiesen ist – und diese Daten nicht standardisiert, nicht fristgerecht abgeschlossen und nicht rechtzeitig abgestimmt werden.
Auch wenn die Zahlen in Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung korrekt sind, kann der Jahresabschluss dennoch kein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermitteln, wenn Pflichtangaben fehlen. Typische Themen sind:
Praktischer Hinweis: Der Anhang ist kein „Anhang im Sinne eines Zusatzes“ – er ist integraler Bestandteil des Jahresabschlusses. Planen Sie ihn mit derselben Disziplin wie den Jahresabschlussprozess.
Dies ist einer der häufigsten Bereiche für Prüfungsanpassungen. Prüfer identifizieren regelmäßig:
In vielen Organisationen liegt das Kernproblem in der Prozessverantwortung: Investment- und Instandhaltungsteams liefern der Buchhaltung oft keine vollständigen Informationen zu Anlagenänderungen, Stilllegungen, Abgängen oder geplanten Upgrades.
Dieser Bereich erfordert hohe Prozessreife. Anpassungen entstehen, wenn:
Gute Praxis: Beginnen Sie frühzeitig mit Arbeiten zu Wertminderung und latenten Steuern und stützen Sie Annahmen auf vom Management freigegebene Geschäftspläne.
In Handels- und Produktionsunternehmen liegt ein Schwerpunkt der Prüfung oft auf Vorräten. Typische Themen sind:
Der Schlüssel ist die Prozessabstimmung: Lager, Vertrieb und Finanzen müssen mit gemeinsamen Definitionen und Fristen arbeiten – insbesondere zum Jahresende.
Ein häufiges Risiko ist eine rein „rechnungsbasierte“ Umsatzrealisierung ohne ausreichende Analyse, ob die Kriterien erfüllt sind (einschließlich Übergang der Kontrolle sowie Nutzen und Risiken). Das Problem verstärkt sich, wenn:
In der Praxis reduzieren eine klare Umsatzrealisierungsrichtlinie und die Zuordnung von Transaktionstypen zu Buchungsregeln Prüfungsanpassungen deutlich.
In vielen Unternehmen liegt das Risiko nicht nur in der Bewertung – sondern bereits in der Identifikation. Prüfer hinterfragen Fälle, in denen:
Ein einfacher organisatorischer Fix wird oft übersehen: Führen Sie eine formale Meldepflicht von Treasury-/Finanzrisiko-Verantwortlichen an das Team für Finanzberichterstattung ein.
Die häufigsten Themen sind:
Hier testet die Prüfung unmittelbar die Qualität der periodengerechten Abgrenzung und der sachgerechten Zuordnung (Matching).
Prüfer überprüfen, ob alle Verbindlichkeiten, die das geprüfte Jahr betreffen, erfasst sind – auch wenn Belege erst nach dem Bilanzstichtag eingehen. Probleme entstehen, wenn:
Gute Praxis: regelmäßige Saldenbestätigungen und eine Jahresend-Liste offener Kostenpositionen, abgestimmt mit den operativen Teams.
Bei Unternehmen, die eine Kapitalflussrechnung erstellen, sind typische Themen:
Die planbarste Prüfung ist die, die durch einen Jahresabschlussplan mit Zeitachsen und verantwortlichen Ownern je Bereich unterstützt wird (Vorräte, Anlagen, Umsätze, Rückstellungen, Steuern, Angaben).
Prüfer brauchen nicht „mehr Dateien“ – sie brauchen vollständige, belastbare Nachweise, organisiert in einer klaren Struktur. Was sich in der Praxis bewährt:
Eine interne Vorprüfung zentraler Risikobereiche vor Beginn der Prüfung vor Ort reduziert Korrekturen in der Endphase – insbesondere bei Cut-off, Rückstellungen, Vorratsbewertung, Angaben und der Konsistenz zwischen Abschlussbestandteilen.
Viele Korrekturen entstehen durch fehlende Informationen und nicht durch „falsche Buchhaltung“. Implementieren Sie eine einfache Regel: wesentliche Geschäftsvorfälle müssen innerhalb einer definierten Frist und in einem definierten Format an Finance gemeldet werden (Verträge, Finanzinstrumente, Streitfälle, Garantien, Investitionsentscheidungen).
Ein gut gesteuerter Prüfungsprozess ist einer, bei dem:
Dieser Ansatz reduziert das Risiko von Überraschungen in der Endphase, wenn Änderungen am disruptivsten sind.
Wenn Sie Ihre Abschlussprüfung in Polen planbarer machen möchten, lohnt es sich, Ihre Jahresabschluss- und Reportingprozesse frühzeitig zu stärken – mit der passenden Unterstützung. Kontaktieren Sie uns.
Die häufigsten Themen, die in Jahresabschlussprüfungen identifiziert werden, betreffen Angaben, Vermögensbewertung, Umsatzrealisierung, Vorräte, Rückstellungen und die Vollständigkeit von Verbindlichkeiten. Die gemeinsame Ursache ist meist Prozessorganisation und Datenqualität – nicht einzelne Buchungsfehler.
Wenn Ihr Ziel eine reibungslosere Abschlussprüfung in Polen ist, fokussieren Sie sich auf: einen klaren Zeitplan, eindeutige Verantwortlichkeiten, eine Pre-Audit-Risikoanalyse sowie konsistente Reportingverfahren, die durch reife Accounting-Prozesse unterstützt werden.
Wenn Sie weitere Fragen haben, oder zusätzliche Informationen benötigen, wenden Sie sich bitte an Ihren Ansprechpartner oder nutzen Sie das Kontaktformular auf unserer getsix® Website.
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