Kombinierte Nomenklatur 2026 – was ändert sich und wie wirkt sich das auf Unternehmer aus?
5 Februar 2026
5 Februar 2026

Ab dem 1. Januar 2026 gilt die aktualisierte Fassung der kombinierten Nomenklatur (Ausgabe 2026), also der EU-Liste von Warenkennziffern, die beim Import, Export sowie in der Statistik des Warenverkehrs in Polen und der EU verwendet werden Für Unternehmen ist das keine Änderung, die sich nur auf die Zollabwicklung beschränkt – Warenkennziffern sind Bestandteil von Produktdaten und erscheinen in Handelsdokumenten, ERP-Systemen sowie im Reporting.
In der Praxis bedeutet die Aktualisierung für 2026, dass geprüft werden muss, ob die Zuordnung der Codes für die wichtigsten Produkte aktuell und im gesamten Dokumentenfluss konsistent ist – um das Risiko von Fehlern, Korrekturen und Störungen in Logistikprozessen zu reduzieren.
In diesem Artikel erklären wir, was die kombinierte Nomenklatur ist, in welche Richtung die Änderungen der Ausgabe 2026 gehen, wen sie am stärksten betreffen und wie man die Aktualisierung im Unternehmen plant.
Die kombinierte Nomenklatur (Abkürzung: CN) ist das EU-System zur Warenklassifizierung auf Basis einheitlicher Codes. Sie ermöglicht eine einheitliche und vergleichbare Bestimmung der Warenart in Handelsdokumenten sowie in Zoll- und Statistikverfahren in der gesamten Europäischen Union.
Diese Codes werden vor allem verwendet:
Aus Unternehmenssicht bedeutet das: Die Warenkennziffer ist Teil der Geschäftsdaten – ähnlich wie Produktname, Maßeinheit oder Ursprungsland. Ist der Code veraltet oder wird er uneinheitlich verwendet, steigt das Risiko von Abweichungen in Dokumenten, von Korrekturen sowie von operativen Problemen in der Lieferkette.
Den aktuellen Inhalt der kombinierten Nomenklatur (CN) für 2026 sowie eine Codesuche findet man auf den Seiten der Europäischen Kommission; Details und Links zu den Veröffentlichungen stehen in der Mitteilung der Generaldirektion Steuern und Zollunion (TAXUD).
Änderungen der Nomenklatur sind eine Folge technologischer Entwicklungen, neuer Produkttypen sowie der Notwendigkeit, bestehende Kategorien zu präzisieren. Zu den am häufigsten genannten Gründen für Aktualisierungen gehören:
In der Praxis kann eine Aktualisierung dazu führen, dass:
Die Änderungen der Ausgabe 2026 haben einen modernisierenden und ordnenden Charakter. Es wurden u. a. neue Unterpositionen eingeführt, die die Überwachung bestimmter Warengruppen erleichtern. Aus Unternehmenssicht bedeutet das häufiger Situationen, in denen der bisherige Code genauer spezifiziert werden muss – insbesondere bei CN-Codes / Warentarifnummern.
Unter den genannten Beispielen neuer Unterpositionen finden sich u. a. Waren und Komponenten, die in Lieferketten eingesetzt werden für:
In der Praxis bedeutet das, dass Unternehmen aus den Bereichen Produktion, Energie, Erneuerbare, Elektronik und Automotive die Code-Zuordnung für Waren mit dem höchsten Wert und Volumen sorgfältig prüfen sollten.
Entsprechend internationalen Empfehlungen wurden außerdem neue Unterpositionen in Kapitel 29 eingeführt, u. a. für bestimmte aromatische Ether sowie gesättigte aliphatische Monocarbonsäuren und deren Derivate.
Für die Chemiebranche und Teile der produzierenden Industrie wird entscheidend sein, die Klassifizierung eng mit Produktparametern (Zusammensetzung, Eigenschaften, Verwendungszweck) zu verknüpfen.
Die Aktualisierung der Nomenklatur wirkt sich meist besonders auf Unternehmen aus, die:
In internationalen Konzernen besteht ein zusätzliches Risiko oft in der verteilten Datenverantwortung: Die Klassifizierung wird zentral festgelegt, während sich die Folgen veralteter Codes lokal zeigen (Dokumente, Abfertigungen, Reporting). Dann lohnt es sich, Rollen und einen Freigabeprozess für Änderungen klar zu definieren.
Analysieren Sie zuerst:
Die häufigsten Probleme entstehen durch mangelnde Datenkonsistenz. Prüfen Sie, ob der Code identisch ist:
Klären Sie:
Nach der Umsetzung der Änderungen sollten Kontrollen eingesetzt werden, z. B.:
Wenn Ihr Unternehmen den Warenverkehr reportet, stellen Sie sicher, dass:
In der Praxis ist es sinnvoll zu prüfen, ob die Aktualisierung der Klassifizierung Auswirkungen auf die Abrechnungsmethodik sowie auf Dokumentations- und Reportingpflichten hat. Bei Unsicherheiten kann eine umfassende Unterstützung im Rahmen der Steuerberatung in Polen hilfreich sein.
Ein kurzes Dokument genügt, das umfasst:
Die häufigsten operativen Risiken sind:
Aus Sicht der internen Kontrolle bewährt sich am besten ein Ansatz, der Prioritäten (Schlüsselwaren) und Datenkonsistenz (eine „Single Source of Truth“ in den Systemen) verbindet.
Die Ausgabe der kombinierten Nomenklatur 2026 bringt Präzisierungen, die für bestimmte Branchen – insbesondere Technologie, Energie und Chemie – relevant sind. Für die meisten Unternehmen ist jedoch entscheidend, die Konsistenz der Warenkennziffern in Produktdaten, Dokumenten und Reporting sicherzustellen. Ein methodisches Vorgehen (Prioritäten, Daten, Integrationen, Qualitätskontrolle und Verfahren) hilft, das Risiko von Korrekturen und operativen Problemen zu reduzieren.
Wenn Sie weitere Fragen haben, oder zusätzliche Informationen benötigen, wenden Sie sich bitte an Ihren Ansprechpartner oder nutzen Sie das Kontaktformular auf unserer getsix® Website.
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